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Buchtipp: Einfach leben – Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil

Slow Fashion, Veganismus, Capsule Wardrobe sind nur einige Schlagworte, die ein minimalistisches Leben auszeichnen können. Das Buch «Einfach leben – Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil» eröffnet uns einen Einblick in das Leben von Menschen, die sich auf ihre Art dem Minimalismus angenommen haben.

Minimalismus – ist das nicht ganz schön extrem? Bedeutet Minimalismus nicht Verzicht? Dann darf man doch gar nichts mehr besitzen, oder?

Viele Menschen gehen in eine Abwehrhaltung, wenn das Wort Minimalismus im Raum schwebt. Das wäre ja nix für mich. Ich zählte noch nie zu diesen Menschen und möchte mich nun mehr mit dem Thema auseinander setzen. Wie passend, dass mein Weihnachtswunsch in Erfüllung ging und ich in nur zwei Tagen das Buch «Einfach leben – Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil»* verschlang.

Worum geht’s?

Die Autorin Lina Jachmann unterteilt das Buch in vier Kapitel:

  1. Minimalismus & Wohnen
  2. Minimalismus & Mode
  3. Minimalismus & Körper
  4. Minimalismus & Lifestyle

In jedem Kapitel stellt Lina Menschen vor, die auf ihre Art minimalistisch Leben. Zum Beispiel den Rentner Joachim Klöckner, der seinen gesamten Besitz auf 50 Dinge reduziert hat, oder Mimi aus Berlin, deren Kleiderschrank aus lediglich 18 Kleidungsstücken besteht. Doch auch viele weniger extreme Home Stories sind in dem Buch vorhanden, ebenso etliche DIY-Tipps (z.B. Kosmetik oder Reiniger selbst herstellen) oder kleine Einführungen in Themengebiete wie Tiny Houses oder Minimalismus in der Küche.

Was hat mich am meisten beeindruckt?

Total beeindruckend finde ich, wie Shia und Hanno von Wasteland Rebel gerade mal ein kleines Glas Müll pro Jahr produzieren. Davon sollte sich jeder eine Scheibe abschneiden. Auf ihrem Blog und in ihrem Buch* verrät Shia ausführlich, wie ihnen das gelingt.

Spannend finde ich außerdem das System der Capsule Wardrobe, bei dem der Kleiderschrank auf wenige Kleidungsstücke reduziert wird, die jedoch alle untereinander kombinierbar sind. So gelingt es, dass verschiedene Outfits aus wenigen Teilen zu zaubern.

Welche Info fand ich am hilfreichsten?

Toll ist die ausführliche Auflistung von Fair Fashion Labels, nachhaltigen Online-Shops und Netztipps. Das Buch bietet damit eine gute Grundlage für die unterschiedlichen Themengebiete des Minimalismus. Wer sich in einem Bereich tiefer informieren möchte oder es direkt umsetzen möchte, dem sind gute Tools an die Hand gegeben.

Was hat mir nicht so gefallen?

Da so viele Themenbereiche angesprochen werden, bleibt jedes Thema für sich an der Oberfläche. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass ich in einigen Bereichen nichts Neues gelernt habe. Wer sich schon intensiv mit den vielen einzelnen Teilbereichen des Minimalismus auseinander gesetzt hat, könnte enttäuscht werden. Ich habe insgesamt aber viele neue Impulse erhalten.

Sonst noch was?

Das Buch hat ein unglaublich ansprechendes Design. Die Fotos sprechen ihre eigene Sprache, das Textlayout ist übersichtlich und selbst die Form des Buches mit abgerundeten Ecken hat etwas Besonderes. Wer bei Büchern  Wert auf Ästhetik legt, wird hier nicht enttäuscht.

Mein Fazit

Das Buch ist perfekt für alle, die sich einen Überblick über die vielen Facetten des Minimalismus machen möchten. Das Buch zeugt deutlich, dass Minimalismus Interpretationssache ist und das nimmt dem Leser die Angst, etwas «falsch» zu machen. Es liefert viele Impulse, von denen garantiert jeder kleine Dinge in sein Leben integrieren kann. Man muss ja nicht gleich selber Minimalist werden, es geht vielmehr darum, inspiriert zu werden und vielleicht das eigene Shopping- oder Putzverhalten zu überdenken.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

* Enthält Amazon-Affiliate-Links

 

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